• Schloss Stolzenfels
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Kunsthandwerk

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1. Hornbläser, um 1840
1. Hornbläser, um 1840
RESTAURIERUNG ABGESCHLOSSEN

Die „Figur eines Jägers, welcher in ein Hüfthorn stößt, von Steinpappe, ganz vergoldet auf einem kleinen Postamente“ befand sich in einer der 27 Kisten, die am 15. April 1842 nach Stolzenfels geschickt wurden. Der kleine Hornbläser, mittelalterlich gekleidet und ausgerüstet mit Schwert und Federbusch am Hut, sollte als typisches Motiv des Mittelalters dienen.

Zustand: leichte Oberflächenverschmutzung, das Schwert hat sich gelöst, dadurch sichtbare Ausbruchstellen am umlaufenden Gürtel, die Schwertspitze fehlt und die Fassung des Schwertes ist in Schollen aufgebrochen mit kleineren Fehlstellen, an seiner rechten Hand zeigt sich eine Bruchkante, weitere kleinere Fehlstellen befinden sich am Horn und am Federbusch sowie größere Ausbrüche am unteren
Zierfries des Sockels, im mittigen Teil des Sockels fehlt ein Steg und partiell ist die Fassung aufgebrochen

Restaurierung: Oberflächenreinigung, Rekonstruktion der Gürtelführung und der Schwertspitze, Ergänzung der Applikationen und des Stegs am Sockel, Festigung loser Fassung, Kitten kleinerer Fehlstellen, Retusche

Restaurierungskosten: ca. 1.100€




2. Gotischer Baldachin, 1837
2. Gotischer Baldachin, 1837
RESTAURIERUNG ABGESCHLOSSEN !

Der hölzerne, vergoldete Baldachin ist ein Modell des 1837 bei Lützen ausgeführten, von K. F. Schinkel entworfenen Denkmals für den schwedischen König Gustav II. Adolf, der 1632 während des 30-jährigen Krieges auf der Seite der Protestanten fiel. Friedrich Wilhelm IV zeigte ein besonderes Interesse ander Entstehung des Denkmals und führte selbst Skizzen dazu aus.

Der kleine Baldachin gehört zur ersten Einrichtung von Stolzenfels und befand sich bereits zur Einweihung des Schlosses 1842 im Empfangszimmer der Königin.

Zustand: Oberflächenverschmutzung,

fehlendes Kreuz/Querbalken an der Spitze?

Architekturteile haben sich gelöst, kleinere Fehlstellen und partiell lose Fassung

Restaurierung: Oberflächenreinigung,

Ergänzung des Kreuzes/Querbalken an der Spitze?

Festigung gelöster Architekturteile und loser Fassung, Retusche


Restaurierungskosten: ca. 600€

RESTAURIERUNG ABGESCHLOSSEN !



3. Akeleipokal, 17. Jahrhundert
3. Akeleipokal, 17. Jahrhundert
Die nach unten sich verjüngende Kuppa enthält zwei Reihen zu je sieben Buckeln. Den Ansatz von Kuppa und Fuss ziert jeweils ein Kranz feiner Ornamentarbeiten. Auf dem Deckelknauf steht eine Vase mit zwei Henkeln, aus der sich ein Blumenstrauss entfaltet.

Meisterzeichen und Stadtzeichen noch nicht entschlüsselt.

Zustand: Oberfläche verschmutzt und oxidiert,

in sämtlichen Vertiefungen grün-graue Putzmittelreste, die in Verbindung mit Elektrolyten (Wasser) zu Korrosionsprozessen führen können,

Reste eines bis hin zu grau-schwarz erscheinenden alten Lackes verunklären die vergoldeten sowie silbernen (Akeleiblüte und weitere Rankenornamente) Oberflächen, dieser Lack hat mit Staub und Schmutz bereits ein Konglomerat aus Korrosionsprodukten gebildet und sitzt partiell sehr fest auf der Oberfläche, kleinere Deformationen am Deckel und am Fuß des Pokals

Restaurierung: schonende Reinigung der Vertiefungen (Abnahme der Putzmittelreste) sowie der gesamten Oberfläche, was die Abnahme des alten Lackes beinhaltet

Restaurierungskosten: 1100 €


4. Kelch mit Engeln, 19. Jh.
4. Kelch mit Engeln, 19. Jh.
Abendmahlskelch oder Meßkelch mit Sechspaßfuß, üppig verziertem Schaft und nach oben sich öffnender Kuppa. Am Ansatz der Kuppa vier trompetenblasende Engel, der Schaft wird umfasst von sechs kleinen Figuren unter einem gotischen Baldachin. Am Fuß selbst sechs Brustbilder von Heiligen, eingefasst von ornamentalen, floralen Ranken. Der Kelch wurde im letzten Viertel des 19. Jh. in der Kapelle genutzt.



Zustand: Oberfläche verschmutzt und oxidiert, in Vertiefungen Putzmittelreste, die in Verbindung mit Elektrolyten (Wasser) zu Korrosionsprozessen führen können, alte Reste eines vergilbten, bräunlich-grauen Lackes verunklären die Oberflächen, besonders das silberne Blattwerk auf dem Fuß und auf den Hinterlegungen und bilden bereits ein Konglomerat aus Korrosionsprodukten, ein vollplastischer Engel ist vom Kuppa-Untersatz abgebrochen, leichte Deformationen

Restaurierung: schonende Reinigung der Vertiefungen (Abnahme der Putzmittelreste) sowie der gesamten Oberfläche, was die Abnahme des Lackes beinhaltet, Reparatur des abgebrochenen Engels

Restaurierungskosten: 1300 €


5. Löffelsatz, 17 Silberlöffel, 17./18. Jh.
5. Löffelsatz, 17 Silberlöffel, 17./18. Jh.
Den Löffelsatz erwarb Friedrich Wilhelm IV in Halle bei dem Goldschmied oder Antiquar Julius Kröger, mit der Bestimmung, sie noch im August 1842 nach Stolzenfels zu senden. Sie gehören zur Grundausstattung von Stolzenfels.

Zustand: die Oberflächen sind nur mäßig verschmutzt, aber teilweise stark oxidiert,

auf den Höhen der vollplastischen Applikationen am Stielende sind Verluste der Vergoldung festzustellen,

an einigen Löffeln ist die Laffe eingerissen und teilweise leicht deformiert,

alte Reste eines Lackes verunklären die Oberflächen, die dadurch dunkelbraun bis grau-schwarz verfärbt sind und matt erscheinen

Restaurierung: schonende Reinigung der Vertiefungen und der gesamten Oberflächen,

zurückhaltende Reduzierung der Korrosionsprodukte

Restaurierungskosten: 1300 €

1 Löffel ca. 75 €