Projekte

Erhaltung des Interieurs / Restaurierungen

Folgende Bilder, Möbel oder Gegenstände aus dem Bestand des Schloss Stolzenfels werden oder wurden vom Förderverein restauriert. Alle Restaurierungen werden eng mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) abgestimmt:

Vorstand Schloss Stolzenfels
Kosten 14.000,– €

Restaurierung Sitzmöbel

An mehreren Sitzmöbeln, insgesamt 36 Objekte, zeigten sich an den originalen Stoffen teilweise Fehlstellen, auch Risse sowie abgeriebene Bereiche mit losen Fäden überwiegend auf den Sitzflächen und an Arm- und Rückenlehnen. Borten, Kordeln und Fransen hatten sich teilweise gelöst. Um den Zustand der Objekte zu stabilisieren und den weiteren Verfall aufzuhalten, wurde eine Substanzsicherung durchgeführt.

Kosten 1.844,50 €

Portrait Homer

Brustbild des Dichters Homer“, unbekannter Künstler, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts

Dargestellt ist ein alter Mann mit einem Lorbeerkranz auf dem Kopf In der rechten Hand hält er ein Schriftstück, auf dem ein Text aus Homer („Chios“) zu entziffern ist. Teile des Textes sind in griechischer Schrift wiedergegeben. In seiner Linken hält der Mann einen Stab.

Kosten 1.904,– €

W. Martin Imhoff

Es handelt sich um ein Männerporträt in gemaltem ovalem Rahmen. Es ist unten rechts signiert:  „D.Prei“ „1661“, Außerdem findet sich unten links die Inschrift: „Wolff Martine Im Hoff“. In den Zwickeln rechts und links oben sind Wappen dargestellt

Kosten 4.178,09 €

Maria Theresia

Maria Theresia war die älteste Tochter Kaiser Karls VI. und spätere Königin von Ungarn und Böhmen, Herzogin von Schlesien, Ober- und Niederösterreich, Steiermark, Kärnten und Krain. Das Bildnis zeigt die Monarchin in selbstbewusster Pose.
Vermutlich entstand es nach 1745, dem Krönungsjahr ihres Gemahls Franz Stephan Herzog von Lothringen.

Kosten 1.027,74 €

Becher mit Deckel, Inv. Nr. 3741

Deckelgefäß, 18. Jahrhundert, Künstler und Herkunft sind unbekannt.

Der silberne, mit getriebenen Blumen verzierte Becher besitzt einen gewölbten Deckel mit Achatknopf. Das zylindrische Gefäß ist graviert und innen vergoldet. Partiell ist eine Außenvergoldung erhalten

Kosten 1.291,79 €

Humpen, 18. Jhdt., Inv. Nr. 3743

Deckelgefäß, 17. Jahrhundert, Künstler unbekannt

Das Deckelgefäß ist sehr aufwändig gestaltet: Sockel, Deckel und Henkel sind aus Silber, innen ist es vergoldet. Die Außenhülle bildet ein umlaufendes Elfenbeinrelief, auf dem Putti mit Tieren dargestellt sind. Am unteren Rand befindet sich ein Wappen.

Das Gefäß wurde von Berlin nach Stolzenfels geschickt, gehört damit also zur Erstausstattung des Schlosses.

Kosten 2.689,40 €

Domherr von Mainz, Inv. Nr. 1658

Maler unbekannt, nach der Mitte des 17. Jahrhunderts

Auf der Rückseite ist geschrieben: „Domherr zu Mainz aus der Zeit 1670“, „gemalt von J. Heinrich Roos“.

Der Dargestellte hat lange graue Haare und trägt ein weißes Bärtchen. Vielleicht handelt es sich um Johann Philipp Schönborn (1605-1673), ab 1647 Kurfürst und Erzbischof von Mainz.

Kosten 4.439,00 €

Spiel- bzw. Nähtischchen

Der Tisch steht auf einem balusterförmigen Bein mit vier geschweiften Füßen. Unter der mit grünem Filz bezogenen, klappbaren Platte verbirgt sich ein großes Fach zur Aufnahme der Spielsteine.

Kosten 3.000,00 €

Nähtischchen

Kleiner rechteckiger Tisch mit dreiteiliger Platte, Schubladen und barockisierend gestaltetem Fußgestell. Platte und Fronten der zwei Schübe sind mit ornamentalen Blattranken verziert.

Kosten 3.201,10 €

Gemälde „Tod der Lukretia“

Die tugendhafte Römerin Lukretia wird durch Tarquinus, einem Waffengefährten ihres Mannes, geschändet. Daraufhin vertraut sie sich ihrem Gatten Collatinus und ihrem Vater an. Obwohl sie von beiden für unschuldig befunden wird, erdolcht sie sich vor deren Augen, damit künftig keine untreue Frau sich auf ihr Schicksal berufen könne und somit unbestraft davonkäme.

Kosten 3.986,35 €

Das Chaiselongue von 1842 aus dem Wohnzimmer der Königin

Auf Gewerbeausstellungen in Berlin und Koblenz wurde der junge König Friedrich Wilhelm IV. auf den Neuwieder Kunsttischler Johann Wilhelm Vetter (1789-1852) aufmerksam. Vetters Möbelentwürfe gefielen ihm so sehr, dass er ihn umgehend für Schloss Stolzenfels engagierte. Dieses Stück entwarf Vetter für das Wohnzimmer der Königin. Das als Chaiselongue bezeichnete Sitzmöbel – ein durch Verlängerung der Sitzfläche zum Ruhebett erweiterter Stuhl – entspricht einem seit dem 17. Jh. bekannten Möbeltyp. Es ist mit feinem Seidenbrokat bezogen und aus Mooreiche gefertigt, einem besonderen Eichenholz, das über Jahrhunderte in Mooren und Sümpfen gelegen hatte.

Kosten 493,85 €

Die Lithographie, in Steindruck gefertigte Kopie nach der Mitteltafel des Flügelaltars „Die Perle von Brabant“ von Dieric Boots d. Ä. aus der Zeit um 1465.

Kosten 500,– €

Lithographie „Die Anbetung der drei Könige“ von 1831

Kolorierte Lithographie, in Steindruck gefertigte Kopie nach der Mitteltafel des Flügelaltars „Die Perle von Brabant“ von Dieric Bouts d. Ä. aus der Zeit um 1465.

Kosten 1106,70 €

Restauration der „Figur eines Jägers, welcher in ein Hüfthorn stößt“ aus dem Jahr 1840, auch als Hornbläser bezeichnet.

Die „Figur eines Jägers, welcher in ein Hüfthorn stößt, von Steinpappe, ganz vergoldet auf einem kleinen Postamente“ befand sich in einer der 27 Kisten, die am 15. April 1842 nach Stolzenfels geschickt wurden. Der kleine Hornbläser, mittelalterlich gekleidet und ausgerüstet mit Schwert und Federbusch am Hut, sollte als typisches Motiv des Mittelalters dienen.

Kosten 559,30 €

Der hölzerne, vergoldete „Gotische Baldachin von 1837“ , eine Architekturmodell des von Karl Friedrich Schinkel entworfenen und bei Lützen ausgeführtes Denkmal für den schwedischen König Gustav II. Adolf

Der hölzerne, vergoldete Baldachin ist ein Modell des 1837 bei Lützen ausgeführten, von K. F. Schinkel entworfenen Denkmals für den schwedischen König Gustav II. Adolf, der 1632 während des 30-jährigen Krieges auf der Seite der Protestanten fiel.
Friedrich Wilhelm IV. zeigte ein besonderes Interesse an der Entstehung des Denkmals und führte selbst Skizzen dazu aus.
Der kleine Baldachin gehört zur ersten Einrichtung von Stolzenfels und befand sich bereits zur Einweihung des Schlosses 1842 im Empfangszimmer der Königin.

Kosten 476,00 €

Lithographie „Ruhe in Ägypten“

Ruhe in Ägypten, Johann Nepomuk Strixner (Altötting 1782-1855 München), wahrscheinlich 1832

Kolorierte Lithographie in schmuckvoll verziertem Eichenrahmen nach der Vorlage „Ruhe auf der Flucht“, von Adriaen Isenbrant, um 1520/25 dartiert (seit 1927 in Besitz der Alten Pinakothek München).

Die Brüder Boisserée begannen Anfang des 19. Jahrhundertsmit dem systematischen Sammeln altdeutscher und altniederländischer Tafelgemälde.
Johann Jakob Strixner veröffentlichte diese Sammlung in Form eines größeren lithographischen Werkes, welches in mehreren Lieferungen in der Zeit von 1821 bis 1840 in 114 Blättern erschien.
In den 1830er Jahren erstand Friedrich Wilhelm IV. einen Satz für Schloss Stolzenfels.

Kosten 500,00 €

Heilige Familie mit Johannes

Gemälde, erstes Drittel des 16. Jahrhundert, von Lorenzo di Credi (Florenz um 1459 – 12.1.1539 Florenz)

Das Gemälde stammt aus der Sammlung des englischen Kaufmanns Edward Solly in Berlin, die 1821 für eine geplante Museumsgründung angekauft wurde.

Das ungewöhnlich qualitätsvolle Gemälde, stellt Maria, Josef und Johannes, den Täufer, als Knaben (der Täufer) dar. Alle Figuren zeigen sich in Andachts- bzw. Gebetsgestus vor dem Jesuskind. Im Hintergrund eine Landschaft sowie ein großer Fels mit Höhle, und ganz hinten links ein Gebäude mit Turm.

Kosten 880,00 €

Zwei Chorknaben

Gemälde, von Samuel Rahm (Künstler unbekannt), ca. 1844

Das Gemälde gehörte zur Erstausstattung von Schloss Stolzenfels und wird auf 1844 datiert. Es befindet sich heute im Wohnzimmer der Königin.

Zu sehen sind zwei Messdiener Ein Knabe kniet und bläst in ein offenes Weihrauchfass, das ihm der hockende Junge vorhält.

Ein goldener Rahmen mit feinem neugotischem Maßwerk umschließt die Szene bogenförmig.

Kosten 4.075,75 €

Gemälde Stolzenfels von Caspar Scheuren

Gemälde von Caspar Johann Nepumuk Scheuren, vor 1842

Es stellt eine Ansicht von Schloss Stolzenfels vor seiner Fertigstellung dar, bzw. wie sich der Künstler das fertiggestellte Schloss in seiner Phantasie vorgestellt hat.

Caspar Johann Nepumuk Scheuren (Aachen 22. August 1810 – 12. Juni 1887 Düsseldorf) war ein deutscher Maler und Illustrator. Er ist einer der Vertreter der Düsseldorfer Malerschule und gilt als einer der bedeutendsten rheinischen Maler des 19. Jahrhunderts. Sein Schloss Stolzenfels gewidmetes Album wurde von der Rheinischen Landesbibliothek in Koblenz digitalisiert.

Texte und Bilder © GDKE

Erfolgreich durchgeführte Projekte

Folgende Projekte konnten erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen werden:

«Schloss Stolzenfels» von Caspar Scheuren (1810-1887). Dieses Gemälde konnte in einem aufwendigen Verfahren restauriert werden. Die benötigten Geldmittel wurden durch zwei Benefizkonzerte mit den SIRIUS-TRIO, Salzburg, und einigen Einzelspenden aufgebracht. Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer (BSA) und der Schloss Stolzenfels Förderverein e. V. danken allen Unterstützern.

Bilder «Zwei Chorknaben» und «HL. Familie mit Johannes». Auch diese beiden Bilder konnten aus den Einnahmen der Benefizkonzerte konservatorisch gereinigt und gefestigt werden.

Lithographie «Die Ruhe in Ägypten». Aus Anlass eines runden Geburtstages bat Frau Ellen Sawatzki statt Geschenke lieber um eine Spende zur Restaurierung dieser Lithographie. Diese Restaurierung konnte dadurch durchgeführt werden. Vielen Dank vom Schloss Stolzenfels Förderverein e. V. für dieses Engagement.

Der «Gotische Baldachin von 1837», ein Modell des Denkmals für König Gustav II. Adolf von Schweden bei Lützen nach einem Entwurf von K. F. Schinkel, konnte aus zielgerichteten Spenden und dem Erlös aus dem Verkauf gebrauchter Bücher restauriert werden.

Lithographie «Die Anbetung der drei Könige» konnte durch eine großzügige Spende von Frau Sonja Hiemke aus Rhens restauriert werden. Der Schloss Stolzenfels Förderverein e. V. dankt sehr herzlich für diese Spende.

Das Chaiselongue, um 1842, wurde auf Kosten des Schloss Stolzenfels Fördervereins e.V. umfangreich restauriert. Dabei wurde der Förderverein auch durch private Spenden unterstützt.

Zwei Nähtischchen, beide aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts, wurden aufwendig restauriert. Die Kosten hat der Förderverein übernomen.

Kinder entdecken das Schloss Stolzenfels. Auf Beschluss des Vorstandes wurden die Kinder der Kindergärten in Koblenz zum Besuch des Schlosses Stolzenfels eingeladen. In der Zeit vom April bis September 2008 besuchten insgesamt 644 Kinder und 136 Betreuer in 39 Gruppen das Schloss Stolzenfels. Zusätzlich wurden auch die Kosten für den Besuch von 7 Klassen mit 245 Schülern und 35 Lehrern aus Grundschulen vom Förderverein übernommen.

Versteigerung von Filzpantoffeln. Unter der humorvollen Leitung des Koblenzer Karnevalisten Rolli Diell wurden alte und nicht mehr gebrauchsfähige Filzpantoffel vom Schloss Stolzenfels versteigert. Die Einnahmen wurden für die Neubeschaffung von Filzpantoffeln verwendet.

Für die Beschaffung von Stoffbeutel im Jahr 2014, die zum Transport von gekauften Büchern der Schlossbesucher dienen, spendete Frau Maria Sauerborn aus Bendorf, die Herstellungskosten. Dafür spricht ihr der Schloss Stolzenfels Förderverein e. V. seinen großen Dank aus.